Besuch in der Kantonsbibliothek Thurgau

Am 4. November 2025 stand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Konservierungssituation Schweiz“ ein Besuch in der Kantonsbibliothek Thurgau auf dem Programm. 15 Gäste aus der ganzen Schweiz waren für die Nachmittagsveranstaltung nach Frauenfeld gereist, wo sie von Kantonsbibliothekar Bernhard Bertelmann, Joana Keller, Leiterin der Abteilung Historische Bestände und Sammlungen, und ihrem Mitarbeiter Vicente Gamio empfangen wurden.

In einer einleitenden Präsentation stellte Bernhard Bertelmann Betrieb und Rahmenbedingungen vor. 1805 als Verwaltungsbibliothek gegründet, ist die Kantonsbibliothek Thurgau seit dem Ankauf der Frauenfelder Stadtbibliothek 1864 öffentliche und wissenschaftliche bzw. patrimoniale Bibliothek zugleich. Mit heute 14.5 Vollzeitstellen stemmt das Team eine grosse Bandbreite an Aufgaben von der Leserförderung bis hin zur Forschungsunterstützung. 

Anschliessend stellten Joana Keller und Vicente Gamio die Historischen Bestände und Sammlungen vor, die zu einem bedeutenden Teil Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Klosteraufhebung in die Kantonsbibliothek gelangt sind. Zum Bestand zählen rund 460 Handschriften, 643 Inkunabeln und ca. 600 Postinkunabeln, eine grosse Zahl Alter Drucke und verschiedene thematische Sammlungen, allen voran die Regionalsammlung „Thurgoviana“.

2025-11-04 SIGEGS_06
2025-11-04 SIGEGS_07
2025-11-04 SIGEGS_01

Einblicke in den Bestand gab es im Anschluss bei einer Führung durch den im Jahr 2020 neu bezogenen Kulturgüterschutzraum im benachbarten Verwaltungsgebäude. Die Besucherinnen und Besucher erhielten vor Ort Einblick in die Konservierungssituation und konnten einzelne Handschriften und Inkunabeln genauer unter die Lupe nehmen.

Im Anschluss nutzten die Gäste bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zum Austausch, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machten.

Nach oben scrollen