Besuch Zentralbibliothek Zürich

Die Zentralbibliothek Zürich ist eine der grossen Schweizer Bibliotheken mit einer vielhundertjährigen Geschichte. In ihrer Handschriftensammlung sind eindrückliche Zeugnisse der Zürcher Kultur- und Geistesgeschichte aus über 1200 Jahren zu finden: Von den ältesten Handschriften aus vor-karolingischer Zeit über das frühe und hohe Mittelalter bis zur reichen spätmittelalterlichen Überlieferung aus städti-schem Umfeld reichen die Bestände. 

 

Oft haben dabei die einzelnen Handschriften einen weiten und abenteuerlichen Weg hinter sich, bis sie in den klimati-sierten Magazinen der Bibliothek zu stehen kommen: Etwa das unscheinbare Bändchen des 13. Jh. mit den Visionen der Zürcher Nonne Elsbeth von Oye aus dem (heute nicht mehr existierenden) Zürcher Kloster Oetenbach, das mit viel Glück die Reformation überstanden hat und über Umwege in die Bibliothek kam. Oder die «Zürcher Liebesbriefe», eine winzige Handschrift, die vor ungefähr 200 Jahren in einem hohlen Balken eines Bürgerhauses wiederentdeckt wurde. 

 

Diese und viele weitere Handschriften zeigt Ihnen in einer ca. 90-minütigen Führung Rainer Walter, Mediävist und stellvertretender Leiter der Handschriftenabteilung. Ausser-dem soll in einem direkten Vergleich von mittelalterlichen Handschriften und den zugehörigen modernen Faksimile-Ausgaben thematisiert werden, was reproduzierbar ist bzw. wo das Original unerreicht bleibt.

 
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